Ausschnitt aus einem Trickfilm

Trickfilmprojekt an der Krankenhausschule Zwickau

Wenn man an Trickfilme denkt, fallen einem wahrscheinlich zuerst die knallig bunten Filme und Serien ein, die auf den einschlägigen TV-Sendern wie SuperRTL, Nickelodeon oder KiKa laufen. Dass Trickfilm aber auch anders geht, bewiesen sechs Schülerinnen und Schüler des Förderzentrums Klinik- und Krankenhausschule am Heinrich-Braun-Klinikum in Zwickau, die im Dezember 2018 an einem mobilen Trickfilmprojekt des SAEK Zwickau teilnahmen. Die Jugendlichen, die aufgrund persönlicher Problemlagen aktuell nicht in eine Standard-Schule gehen können, arbeiteten drei Tage lang an einem Trickfilm, in dem sie sich mit verschiedensten Problemstellungen befassten, die ihnen auch selbst in ihrer Therapie begegnet sind (Ängste, Konflikte, Selbstzweifel). Hierbei wurden sie fachkundig von einer Medienpädagogin des SAEK Zwickau begleitet. In dem Projekt ging es vorrangig darum, die Teilnehmenden dabei zu unterstützen, kreativ zu werden und sich selbst mithilfe der Medien auszudrücken. Außerdem wurden verschiedene Wirkungsweisen von Bild und Ton thematisiert und technisches Grundlagenwissen zur Erstellung eines Trickfilms vermittelt (vom „Dreh“ bis hin zu Schnitt und Vertonung). 

Das Projekt begann mit einer Kennenlern-Runde in Form der sogenannten „Heldenkiste“: hierbei suchte sich jeder Teilnehmer aus einer großen Kiste voller Trickfilm-Plüschfiguren eine Figur heraus und stellte sich anschließend selbst kurz vor, indem er unter anderem seine Auswahl begründete. Anschließend gab es eine theoretische Einführung in die Themen Bildgestaltung und Trickfilmarten. Danach ging es auch schon in die Praxis. Nach anfänglicher Zurückhaltung sprudelte es schließlich bei der Ideenfindung aus den Jugendlichen heraus und es zeigten sich Stärken, die so im normalen Schulalltag wahrscheinlich nie zu Tage getreten wären. Anschließend war handwerkliches Können gefragt. Denn nun mussten alle Kulissen und Figuren gezeichnet und gebastelt werden. Auch hier zeigten sich bei einigen Teilnehmern wieder ungeahnte Stärken und verborgene Talente. Anschließend ging es dann an die Produktion der Bilder für den Trickfilm sowie die Aufnahme der Sprechtexte. Parallel dazu suchten die Teilnehmer passende Geräusche und Musik für ihren Film heraus. Am dritten und letzten Tag wurde das Schnittprogramm erläutert und eine erste grobe Schnittfassung von den Jugendlichen selbst erstellt. Beim Feinschliff halfen die Medienpädagoginnen. Am Ende waren alle am Projekt Beteiligten sehr zufrieden und stolz auf ihr tolles Ergebnis. Dieses finden Sie unter anderem auf YouTube und dem Facebook-Kanal des SAEK Zwickau.

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